Die Wohngebäudeversicherung – darauf sollte kein Hauseigentümer verzichten

Jahrelang spart man intensiv bevor man sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen kann bzw. man nimmt einen großen Schuldenberg und damit jahrelange Ratenzahlung für den Traum vom Wohnen in Kauf. Schlimm, wenn dann dieser langersehnte Traum innerhalb weniger Stunden oder gar Minuten durch ein unliebsames Ereignis zerstört wird. Damit eine solche persönliche Katastrophe nicht auch noch in den finanziellen Ruin führt, ist es empfehlenswert, das Traumhaus durch eine Wohngebäudeversicherung zu versichern.

Bereits während der Bauphase kann ein Haus gegen Schäden versichert werden. In diesem Fall spricht man von der Feuer-Rohbauversicherung. Häufig ist diese Versicherung kostenlos, wenn sich später eine Wohngebäudeversicherunganschließt.

Das ist über die Wohngebäudeversicherung abgesichert

Nach dem Ende der Bauphase ist dann die Wohngebäudeversicherung für Schäden am Gebäude maßgeblich. Folgende Sachwerte sind durch die Wohngebäudeversicherung abgesichert: Neben dem Hauptgebäude sind auch im Antrag genannte Nebengebäude z. B. die Garage oder der Geräteschuppen – sofern sie bei der Versicherungssumme berücksichtigt sind - mitversichert und alle Gegenstände, die mit dem Gebäude eine Einheit bilden. Das kann beispielsweise eine Einbauküche sein oder ein fest verklebter Teppichboden. Weitere Gebäudebestandteile sind Fenster und Türen, Tapeten, Einbaumöbel aller Art sowie sanitären Anlagen wie Dusche, Badewanne, Waschbecken, Bidet und WC. Auch andere Gegenstände, die fest am Gebäudebefestigt sind, werden über die Wohngebäudeversicherung abgesichert. Das können etwa Markisen oder Sattelitenschüsseln sein. Auch Gebäudezubehör, welches der Gebäudeinstandhaltung oder der Nutzung des Gebäudes als Wohngebäude dient, ist mitversichert, wenn es sich im oder am Gebäude befindet. Darunter fallen zum Beispiel Werkzeuge oder Heizmaterialien, die im Haus aufbewahrt werden.

Gefahren, die über die Wohngebäudeversicherung versichert sind

Bei folgenden Schäden zahlt die Wohngebäudeversicherung die entstehenden Kosten.

Hauseigentümer, die eine Wohngebäudeversicherung für ihr Haus abschließen, sind gegen Schadensfälle infolge Feuer – egal ob durch einen Brand, einen Blitzeinschlag, eine Implosion oder eine Explosion verursacht -, Schäden infolge von Rohrbruch, Leitungswasser oder Frost und bei Hagel- oder Sturm- Schäden abgesichert. Stürzt zum Beispiel infolge eines Sturmes ein Baum auf das Dach des Wohngebäudes und es entsteht dadurch ein Schaden am Dachstuhl, so übernimmt die Wohngebäudeversicherung die aufkommenden Reparaturkosten. Eine Gebäudeversicherung kann als günstige Kombination alle Gefahren abdecken oder wahlweise für einzelne Komponenten separat abgeschlossen werden, wenn der Versicherungsnehmer sein Gebäude nicht gegen alle Gefahren absichern möchte. Eine Feuerversicherung sollte aber jeder Hauseigentümer abschließen, da ein Brand nicht selten zum Vollschaden am Gebäude führt.

Schäden, die durch andere Naturereignisse wie Erdbeben oder Hochwasser verursacht werden, können zusätzlich versichert werden. Dies ist jedoch wegen zu hoher Risiken nicht in allen Regionen möglich, bedarf im Einzelfall einer besonderen Überprüfung und ist mit einem Kostenaufschlag verbunden.

Beim Eintreten eines Schadensfalls unterscheidet die Wohngebäudeversicherung, ob es sich um einen Teil- oder um einen Totalschaden des Gebäudes handelt. Bei einem Teilschaden übernimmt die Versicherung die Kosten für die Beseitigung der Mängel. Beim Totalschaden wird dem Hauseigentümer der ortsübliche Neuwert des Hauses ausgezahlt, damit ein Neuaufbau möglich ist.

Gut zu wissen:

Viele Versicherungsgesellschaften bieten für Neubauten gesonderte Neubautarife an. Der Beitrag für diesen speziellen Tarif kann bis zu 25 Prozent unter dem des Normaltarifs liegen. Als Neubau im Sinne der Wohngebäudeversicherung gelten Häuser, die ein bis maximal fünfzehn Jahre alt sind. Überschreitet das Gebäude dieses Alter, kann der Versicherungsvertrag problemlos auf den Normaltarif umgestellt werden.

Mit einer Wohngebäudeversicherung ist das sprichwörtlich eigene Dach über dem Kopf bestens geschützt – auf diese günstige Versicherung sollte kein Hauseigentümer verzichten.

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